Heizungswartung: Was Eigentümer wirklich wissen müssen
Die Heizungswartung ist gesetzliche Pflicht — aber was genau muss gemacht werden, wie oft und was passiert wenn man es vergisst? Der komplette Überblick für Immobilieneigentümer.
10. März 2026 · 6 Min. Lesezeit
Ist die Heizungswartung wirklich Pflicht?
Kurze Antwort: Ja. Die jährliche Heizungswartung ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben. Geregelt wird das im Gebäudeenergiegesetz (GEG), konkret in § 60 GEG. Dort steht, dass Heizungsanlagen regelmäßig gewartet und instand gehalten werden müssen.
Das gilt für alle Heizungsarten — egal ob Gas, Öl, Wärmepumpe oder Pellet. Auch Fernwärme-Übergabestationen sollten regelmäßig geprüft werden, auch wenn die gesetzliche Pflicht dort weniger streng ist.
Was passiert bei der Wartung?
Ein Fachbetrieb prüft die gesamte Anlage: Brenner, Abgaswerte, Dichtigkeit, Sicherheitsventile, Ausdehnungsgefäß und Wasserdruck. Bei einer Gasheizung wird zusätzlich die Gaszufuhr und der Wärmetauscher kontrolliert.
Die Wartung dauert in der Regel 30 bis 60 Minuten und kostet zwischen 150 und 250 Euro. Bei Wärmepumpen kann es etwas teurer werden, weil auch der Kältemittelkreislauf geprüft wird.
Wie oft muss gewartet werden?
Einmal pro Jahr — idealerweise vor der Heizperiode, also im Sommer oder frühen Herbst. So stellst du sicher, dass die Anlage im Winter zuverlässig läuft. Viele Eigentümer machen den Fehler, die Wartung im Winter zu beauftragen, wenn die Handwerker ohnehin ausgebucht sind.
Tipp: Vereinbare mit deinem Heizungsbauer einen festen Jahresrhythmus. Oder nutze eine Software wie hauslog, die dich automatisch erinnert und deinen Dienstleister gleich mit benachrichtigt.
Was passiert wenn ich die Wartung vergesse?
Im schlimmsten Fall: Deine Heizung fällt im Winter aus — und der Handwerker hat keine freien Termine. Noch schlimmer: Bei einem Schaden kann die Versicherung die Leistung kürzen oder verweigern, wenn keine regelmäßige Wartung nachgewiesen werden kann.
Auch der Schornsteinfeger kontrolliert bei der Feuerstättenschau, ob die Wartung durchgeführt wurde. Fehlt der Nachweis, kann das zu Auflagen führen.
Die gute Nachricht: Mit einem digitalen Wartungsplaner vergisst du nie wieder einen Termin. hauslog zeigt dir auf dem Dashboard sofort, welche Wartungen überfällig sind.
Checkliste: Heizungswartung für Eigentümer
1. Wartungsvertrag mit einem Fachbetrieb abschließen oder jährlich beauftragen. 2. Termin im Sommer/Herbst (vor der Heizperiode) vereinbaren. 3. Wartungsprotokoll aufbewahren (digital in hauslog oder als PDF). 4. Abgasmessung alle 2 Jahre (wird oft zusammen mit der Wartung gemacht). 5. Schornsteinfeger-Termin im Blick behalten (separate Pflicht).
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